Tropischer Sturm HAIYAN (YOLANDA) als Taifun zu den Philippinen

Montag, 4. November 2013


11. November 2013:
HAIYAN ist noch knapp in Vietnam an Land gegangen und löst sich über China auf. HAIYAN ist kein Tropischer Sturm mehr.

10. November 2013:
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 Prognose potenzieller Tropischer Sturm PODUL (ZORAIDA)


Bei weitem nicht so stark wie HAIYAN und noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt für einen Tropischen Sturm reichen wird. Aber ziemlich sicher, dass ab Dienstag noch einmal "Nachschub" in die von HAIYAN betroffene Region auf den Philippinen gelangen wird. Auf jeden Fall ist mit einer Behinderung der Bergungs- und Aufräumarbeiten zu rechnen.


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Die Trackprognose für HAIYAN ist noch einmal ordentlich nach rechts gewandert. Dies bedeutet, dass der Taifun zwar weiterhin parallel zur vietnamesischen Küste nach NW ziehen wird, aber in viel größerer Distanz. Der Landfall sollte somit in der extremen nordöstlichen Ecke Vietnams stattfinden und auf dem Weg dorthin Hainan mehr abbekommen als die vietnamesische Küste. Vermutlich bleibt HAIYAN bis kurz vor dem Landfall ein Taifun.
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Foto-Inhaltswarnung: Fotograf Jim Edds sagt es mit folgenden simplen Worten: "I didn't want to take this photo but you need to know."

Foto 1     Foto 2

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9. November 2013:

Kommentar:
Es geistern aktuell - wie immer, wenn ein starker Sturm auf eine bewohnte Region getroffen ist -  Zahlenangaben hinsichtlich der Todesopfer durch die Medien. Dazu sollte angemerkt werden, dass dies bei weitem noch keine endgültigen Zahlen sind. Leider einfach nicht sein können. Dafür ist es noch viel zu früh.

Vielerorts, vor allem in den kleinen Dörfern südlich von Tacloban, besteht noch überhaupt keine Möglichkeit der Kommunikation mit der Außenwelt. Momentan wird oft gerade erst einmal festgestellt, wer vermisst wird. Unter den Trümmern werden viele Todesopfer gefunden werden. Durch die Folgen HAIYANs wird es weitere Todesopfer geben.

Es werden noch ein paar Tage vergehen, bis wir einen ungefähren und zuverlässigen Überblick über die Opfer- und Schadenssituation  bekommen werden.
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HAIYAN ist kein Super Typhoon mehr, entspricht aber immer noch der Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala.

Die Trackprognose hat sich leicht geändert. Eine kleine Änderung, die den weiteren Verlauf Vietnam betreffend aber stark beeinflussen wird. Eine etwas stärkere Rechtsdrift als bisher angenommen sollte den Zyklon morgen parallel zur vietnamesischen Küste ziehen lassen, anstatt wie vorher erwartet nahe Hue an Land gehen zu lassen. Dabei wird HAIYAN voraussichtlich immer weiter abbauen und zwischen dem 11. und 12. November - dann nicht mehr als Taifun - an Land gehen mit Zugrichtung auf Hanoi.

Nur die Möglichkeit vorwarnend: Einige Modelle zeigen für die kommende Woche einen erneuten Wirbelsturm in der Region, in der HAIYAN an Land ging.
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Stormchaser James Reynolds befand sich direkt in Tacloban. Nach Ankunft HAIYANs war es ihm fue eine lange Zeit unmöglich, sich mit der Welt in Verbindung zu setzen. Jetzt ist er wieder online. Anstatt zu wiederholen, was irgendwelche Medien berichten, lassen wir doch ihn einfach selbst sozusagen als Augenzeuge zu Wort und Bild kommen, beginnend vor in diesem Moment 5 Stunden:

Mark, Josh & I are safe, evacced to Cebu on air force C130. Tacloban devastated, death & destruction everywhere
 - Surge swamped ground floor of most buildings downtown, higher right on sea
- Tacloban airport facilities wiped out however runway operable. military running C130 flights from Cebu, aid in people out 
- Only way to get comms out of Tacloban is by sat phone or military/HAM radio
- Storm surge damage in Tacloban is tsunami-like. Wind damage extreme, It's an extremely desperate situation there 
met a fellow professional of your, Benny from Germany in Tacloban, we escaped together, he's fine
Crew from CCTV and RTHK are fine for those concerned about them 
- Tacloban lawless, looting taking place earlier today, one body remained unclaimed next to our hotel 
- Two large fires were raging out of control last night a few blocks from our hotel lighting up the skyline of Tacloban 
- we got room there, decided wasn't safe. Reports were everyone survived, just. Water almost came to 2nd floor
- Hard to see how the death toll won't rise into 1000s, assuming many many dead in villages south of Tacloban 
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8. November 2013:

17:00 MESZ:
Der Kern ist durch. JTWC sieht immer noch 135 Knoten. Also noch immer Kategorie 5, noch immer Super Typhoon. Jetzt gehts nach Vietnam.

Credit: CIMSS


- Ormoc


Credit: Ritchel M. Deleon
Credit: Ritchel M. Deleon











- Somalia
Während alle Welt auf die Philippinen schaut, steht Somalia wahrscheinlich der Besuch des Tropischen Sturm HELENs bevor.

- 14:00 Mesz
Immer noch mit 145 Knoten (270 km/h) max. anhaltenden Winden geht das Auge jetzt genau über Busuanga Island. Die Zuggeschwindigkeit hat weiter zugenommen (75 km/h).
Erste philippinische Medienberichte sprechen von einer Verwüstung in Tacloban.
Fotogalerie

Weiter geht es jetzt nach Vietnam. Erwartete Ankunft am 10. November nahe Hue. Immer noch als Taifun.

Dr. Jeff Masters von Weather Underground hat sich immerhin schon einmal zu der Aussage hinreißen lassen, dass HAIYAN mit 314 km/h bei Landfall max. anhaltenden Winden der stärkste an Land gehende tropische Wirbelsturm in der Geschichte der Aufzeichnungen ist.

- Es wird jetzt dauern
Busuanga Island ist praktisch der Ausgang HAIYANs aus den Philippinen.

Das vom Satelliten aus sichtbare Auge des Taifuns hat sich vorübergehend geschlossen. Immer ein Anzeichen für Abschwächung.

Gut.

HAIYAN ist mittlerweile ein starkes Thema in den Medien. In Medien, die wissen, wovon sie reden und in Medien, die praktisch keinen Plan haben, wovon sie da gerade berichten.

Einige dieser Medien werden jedem neu verifizierten Todesfall einen eigenen Artikel widmen. HAIYAN verkauft.

Es wird aber eher Wochen als Tage dauern, bis wir eine annähernde Vorstellung vom Ausmaß der Verwüstung bekommen werden.



- Nur geringer Intensitätsverlust
HAIYAN hat inzwischen seinen 5. Landfall (Concepción, Iloilo, 12 Uhr Ortszeit) vorgenommen. Der 4. fand gegen 10:40 nahe Daanbantayan an der Nordspitze von Cebu statt. Eine Insel nach der anderen.

Die zentralphilippinischen Inseln bieten Tropischen Stürmen aufgrund ihrer Fläche und Höhe kaum Widerstand im Sinne von "Intensitätsverlust durch Interaktion mit der Landmasse".

Die größte Gefahr (und die meisten Todesopfer) durch Tropenstürme auf den Philippinen werden normalerweise durch anhaltenden Regen bzw. dessen Folgen (vor allem Sturzfluten und Erdrutsche) "produziert".

 Immerhin und wie bereits erwähnt: Durch die stark zunehmende Zuggeschwindigkeit HAIYANs ist diese Gefahr aktuell nicht so groß wie in vielen anderen Fällen.


- NASA Aqua-Satellit
Die HQ-Aufnahme HAIYANs von gestern ist endlich online:
FOTO

- Schnell
Immerhin ein kleiner Lichtblick: Die Geschwindigkeitsprognose bewahrheitet sich.
HAIYAN ist mittlerweile mit mehr als 50 km/h Zuggeschwindigkeit unterwegs.

- Nur ein Beispiel
In diesem Moment ist es etwa 7 Stunden her, dass sich Jim Edds zum letzten Mal melden konnte. Wahrscheinlichster Grund für die "Funkstille" ist der bei einem starken Wirbelsturm übliche Ausfall jeglicher Kommunikationswege. Stormchaser-Partner Jeff Gammons stellt uns die letzte Kommunikation im Video zur Verfügung. Die Nervosität Jims spricht Bände:
Video und Text

- Für Statistiker
Es ist fraglich, ob HAIYAN als intensivster Tropischer Sturm aller Zeiten seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen bestätigt werden kann, was daran liegt, dass im Westpazifik keine Hurricane Hunter zum Einsatz kommen. Die max. anhaltenden Winde werden auf Grundlage von Satellitenbildern geschätzt.

- Geographisch 1:1
Was wäre, wenn HAIYAN auf die US-Ostküste zuhalten würde?
Satellitenbild-Montage

- erster Eindruck aus Tacloban City:
Video

Satellitenbild Landfall HAIYAN Philippinen
8. November 2013
Credit: CIMSS

- HAIYAN ist als unvorstellbarer Mehr-als-300-km/h-anhaltende-Winde-Taifun bei Tacloban City an
 Land gegangen 
Satellitenbild-Loop Landfall HAIYAN
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7. November 2013:

- JTWC gibt 170 Knoten anhaltende Winde an! Das entspricht 315 km/h. Wenn das bestätigt wird, sollte HAIYAN als stärkster Wirbelsturm aller Zeiten in die Geschichte eingehen.
- Beeindruckender Satellitenbild-Loop

Obwohl man auf den Philippinen an den Besuch Tropischer Stürme gewohnt ist, sieht man HAIYANs Ankunft mit ganz besonderem Respekt entgegen. Das klingt in Interviews durch, das merkt man an den Posts der Stormchaser.

Mit aktuell vom JTWC angegebenen 150 Knoten ist HAIYAN der stärkste Taifun der laufenden Saison. Der stärkste registrierte Wirbelsturm aller Zeiten war Taifun TIP mit 165 Knoten.

Anscheinend haben sich viele Bewohner der Landfallregion zwischen Samar und Leyte noch nicht in Sicherheit gebracht oder komplett evakuiert. Es wird von "Notunterkünften" berichtet, die 200 m vom Meer entfernt sind. Oder von Tausenden von Leuten, die nach dem 7,3-Erdbeben im vergangenen Monat noch immer in Zelten leben.

HAIYAN richtet bereits jetzt Schäden an, aber das Schlimmste wird am morgigen Freitag passieren, wenn der Kern des Taifuns an Land gehen wird. Die größte Angst besteht laut örtlicher Behörden vor Erdrutschen.

Klar ist: Wir müssen ein weiteres Mal von einer Katastrophe ausgehen.

6. November 2013:
Es ist einfach erschreckend, wie rasant sich manche Tropenstürme im Westpazifik entwickeln.
HAIYAN ist bereits ein Super Typhoon. Eine Bezeichnung, die das JTWC für Taifune zur Anwendung bringt, die der Kategorie 4 oder 5 auf der Saffir-Simpson-Skala entsprechen.

Super Typhoon HAIYAN
6. November 2013
Credit: CIMSS

Super Typhoon HAIYAN
6. November 2013
Credit: CIMSS



5. November 2013:
Update:
Inzwischen ist HAIYAN auch offiziell ein Taifun. Das JTWC prognostiziert jetzt eine Ankunft auf den Philippinen als Super Typhoon, einem Hurrikan der Kategorie 5 entsprechend.
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HAIYAN trägt mittlerweile auch den Namen YOLANDA.
Für das JTWC ist er bereits ein Taifun und bei der JMA ist er sehr nah dran. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis er auch offiziell als Taifun geführt werden wird.

Die Intensitätsprognosen sehen sehr aggressiv aus. Es ist wahrscheinlich, dass HAIYAN als Major Typhoon auf den Zentral-Philippinen ankommt, eventuell sogar als Super Typhoon. Eine Situation, in der wir empfehlen, die voraussichtlich betroffene Region zu verlassen, falls möglich. Noch sind 2 Tage Zeit, danach wird es schwierig werden.

Einziger kleiner Lichtblick: Es sieht danach aus, als würde der Zyklon recht zügig über die Philippinen hinweg ziehen.

Am Ende seines Weges wird HAIYAN dann laut den aktuellen - noch nicht sehr zuverlässigen - Vorhersagen in Zentral-Vietnam an land gehen. Noch immer als Taifun.
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Ein paar hundert Kilometer südlich von Guam befindet sich der Tropische Sturm HAIYAN, der voraussichtlich am kommenden Wochenende als starker Taifun auf den zentralen Philippinen ankommen wird.

Die Entwicklung HAIYANs geht sehr rasant vonstatten. Wahrscheinlich wird der Wirbelsturm bereits am morgigen Dienstag zu einem Taifun. Auf dem Weg zu den Philippinen wird der Zyklon auf Yap und Palau einen Impakt hinterlassen, obwohl der Kern des Sturms wahrscheinlich nicht direkt über eine der Inseln hinweg ziehen wird.

Sollte im Zuständigkeitsbereich der philippinischen Pagasa vorher kein anderes Tropisches Tief mehr entstehen, wird HAIYAN von den Philippinen den Namen YOLANDA verpasst bekommen.

3 Kommentare:

Nikmey27 hat gesagt…

OMG Haiyan hat jetzt 165 kn! Das bedeutet er ist jetzt so stark wie Tip? :O

Achim Wolf hat gesagt…

Der ursächliche Grund für immer mehr verheerende Naturkatastrophen und das Elend der davon betroffenen Menschen ist die weltweit exponentiell ansteigende Überbevölkerung. Zu viele Menschen verursachen den enormen CO2-Ausstoss, der die Klimakatastrophe verursacht. Zudem werden weiterhin zu viele Menschen geboren, denen dann die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben fehlen. Wir sollten daher endlich nachdenken und weltweit nicht noch mehr Kinder in die Welt setzen, die dann hungern oder aus ihren Heimatländern flüchten müssen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Der Mensch sollte endlich vernünftig genug sein, sein Bevölkerungswachstum einzudämmen, sonst wird er die Natur und sich selbst zerstören. In den letzten 44 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Bleibt es so, dann werden im Jahr 2050 bereits 15 Milliarden Menschen auf der Erde leben – das ist die eigentliche Katastrophe, die verhindert werden muss. Bitte informieren Sie die Öffentlichkeit über unsere Petition für weltweite Geburtenregelungen bei der weltgrössten Plattform change.org: http://chn.ge/1bSmBDH

Lukatz hat gesagt…

Naja stimmt nicht so ganz, man schätzt das es bis 2083 etwa 10 milliarden sind und diese zahl dann stagniert, es gibt bereits mehrere staaten wo die einwohnerzahl stagniert oder sogar leicht sinkt (fast alle hochentwickekte länder) und der jährliche ausstoss von Co2 ist im vergangenen jahr nichr so stark gestiegen, aber ja jeder neue mensch auf diesem.planeten bringt ihn ein stück näher zum kollaps

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